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Ratgeber

Was kostet ein 3D-Drucker wirklich

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Wer einen 3D-Drucker kaufen möchte, schaut zuerst auf den Preis des Geräts. Dahinter stehen aber weitere Posten, die sich über das erste Jahr summieren: Filament, Strom, Zubehör, Verschleißteile und Fehldrucke. Diese Seite zeigt, wie sich die Kosten zusammensetzen und wie Sie sie für Ihren Fall selbst berechnen. Konkrete Eurobeträge nennen wir bewusst nicht, weil sich Preise ständig ändern. Aktuelle Preise sehen Sie direkt bei Amazon.

Die fünf Kostenblöcke

Ein 3D-Drucker verursacht Kosten an mehreren Stellen. Wer nur das Gerät betrachtet, unterschätzt den Gesamtaufwand im ersten Jahr.

Anschaffung: Wo das Gerät einzuordnen ist

Geräte reichen von günstigen Einsteigermodellen bis zu geschlossenen Mehrfarb-Druckern. Meist gilt: Je mehr Automatik, Geschwindigkeit und Komfort, desto höher der Anschaffungspreis. Dafür sparen automatische Bettvermessung und gut abgestimmte Profile Zeit und Frust. Überlegen Sie, ob Sie Mehrfarbdruck wirklich brauchen oder ob ein einfacher Einfarb-Drucker reicht.

Unsere Ratgeber ordnen Geräte nach Budget: 3D-Drucker bis 300 Euro, bis 500 Euro und bis 1000 Euro. Einsteiger finden außerdem Hinweise in 3D-Drucker für Anfänger.

Beachten Sie außerdem, dass ein günstiger Drucker mit mehr Einstellarbeit verbunden sein kann. Wer seine Zeit mitrechnet, kommt bei manchen Geräten auf ein anderes Ergebnis als beim reinen Blick auf den Anschaffungspreis.

Filament: der laufende Posten

Filament wird nach Gewicht verkauft, meist in Spulen mit einem Kilogramm. Wie viel Material ein Teil braucht, zeigt der Slicer in Gramm an. Preise pro Kilogramm unterscheiden sich nach Material und Hersteller: PLA ist häufig am günstigsten, PETG und Spezialmaterialien kosten oft mehr. Mehr zu den Materialien lesen Sie in PLA oder PETG.

Rechnen Sie außerdem Fehldrucke ein. Gerade am Anfang landet ein Teil der Spule im Müll. Viele Anwender kalkulieren daher einen Aufschlag für missglückte Drucke ein, der mit Erfahrung kleiner wird.

Strom: pro Teil gering

Der Stromverbrauch hängt von Leistung, Druckzeit und Strompreis ab. Offene Geräte mit beheiztem Bett verbrauchen im Durchschnitt weniger als geschlossene Maschinen. Die Werte schwanken, weil Heizphasen mehr Leistung ziehen als der Dauerbetrieb. Wer es genau wissen will, misst mit einem Zwischenstecker mit Verbrauchsanzeige.

Stromkosten pro Teil sind meist klein, bei langen Drucken oder Dauerbetrieb summieren sie sich aber. Ihren eigenen Strompreis finden Sie in der Stromrechnung.

Mit dem Druckkosten-Rechner selbst rechnen

Der Druckkosten-Rechner nimmt Teilgewicht, Preis pro Kilogramm Filament, Druckzeit, Leistung des Druckers, Strompreis und eine Fehldruckquote und berechnet daraus Material-, Strom- und Gesamtkosten pro Teil. So sehen Sie mit Ihren eigenen Preisen, was ein Bauteil wirklich kostet.

Sie gehen dabei in vier Schritten vor, die der Rechner direkt abfragt und die Sie auch ohne Rechner auf Papier nachvollziehen können:

  1. 1

    Teilgewicht und Druckzeit im Slicer ablesen.

  2. 2

    Preis pro Kilogramm der Spule aus Ihrer Bestellung eintragen.

  3. 3

    Leistung des Druckers und Ihren Strompreis eintragen.

  4. 4

    Fehldruckquote schätzen und das Ergebnis pro Teil ablesen.

Hinweis:Die Leistungswerte im Rechner sind grobe Durchschnitte. Genauer wird es mit einem Zwischenstecker mit Leistungsmessung am eigenen Drucker.

Druckkosten-Rechner öffnen →

Zubehör und Ersatzteile

Zum Start brauchen Sie meist wenig: Spachtel oder Entfernungswerkzeug, Seitenschneider, Isopropanol, eine Ersatzdüse und eine Box für trockenes Filament. Ein Trockner für Filament lohnt sich bei feuchteempfindlichen Materialien. Verschleißteile sind Düsen, Lüfter, Riemen und die Druckplatte, die bei sachgemäßer Nutzung viele Monate halten.

Wer mit Harzdruckern liebäugelt, kalkuliert zusätzlich Harz, Reiniger, Handschuhe und Nachhärtestation. Den Vergleich der Verfahren finden Sie unter FDM oder Resin.

Wann sich ein 3D-Drucker rechnet

Ob sich ein Drucker finanziell lohnt, hängt davon ab, was Sie drucken. Für Ersatzteile, Halterungen und individuelle Lösungen spart er Geld und Zeit. Für Hobbyprojekte zählt der Spaß am Selbermachen. Eine Anregung gibt Was kann man mit einem 3D-Drucker drucken.

Rechnen Sie ehrlich: Wenn Sie wenige Teile pro Jahr brauchen, ist ein Druckdienst eventuell günstiger. Wer regelmäßig druckt, amortisiert das Gerät mit der Zeit.

Einsteigermodelle vergleichen →

Häufige Fragen

Was kostet Strom für einen 3D-Druck? Das hängt von Druckzeit, Leistung und Strompreis ab. Pro Teil ist der Betrag meist gering. Berechnen Sie ihn mit dem Druckkosten-Rechner.

Wie viel Filament brauche ich im ersten Jahr? Das variiert stark. Anfänger starten oft mit wenigen Spulen und kaufen nach, sobald klar ist, was sie drucken.

Lohnt sich ein teurerer Drucker? Oft ja, wenn Sie Komfort, Tempo oder Mehrfarbdruck brauchen. Für gelegentliches Drucken reicht ein günstiges Modell.

Gibt es versteckte Kosten? Ja: Verschleißteile, Fehldrucke, Zubehör und gegebenenfalls Software oder Druckplatten. Planen Sie dafür Reserven ein.

Was Sie dafür brauchen